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Plastik adé – Tipps zum umweltverträglichen Umgang mit Plastik

Die Müllinseln in den Weltmeeren haben jeweils mindestens die vierfache Größe von Deutschland. Die Politik hat vor Kurzem mit dem Verbot von Einwegplastik reagiert, viele Unternehmen bieten bereits plastikfreie Lösungen an. Es bieten sich nun zahlreiche Chancen für innovative und umweltverträgliche Lösungen, jetzt erfolgreich am Markt starten zu können.

In Norwegen werden über 95% der Plastikflaschen recycelt. Wie schaffen die das nur?

Mit einem cleveren System. Zum Einen gibt es Pfand auf alle Plastikflaschen, zum Anderen gibt es eine Plastik-Steuer die alle trifft, wenn nicht mehr als 95% recycelt wird. Diese beiden Steuerungsmechanismen funktionieren so gut, dass die Norweger diese Steuer schon seit Jahren nicht mehr zahlen.

Ein anderer Weg sind Verbote. So wie es gerade das europäische Parlament beschlossen hat. Bis 2021 - also bald - müssen alle Einweg-Plastik-Produkte vom Markt verschwinden. Das ist einerseits sehr effektiv und gibt Unternehmen die Chance mit neuen nachhaltigen Lösungen den Markt zu erobern. Das Grazer Unternehmen “Verpackungszentrum GmbH” hat sich mit seiner Linie Packnatur beispielsweise biologischabbaubaren Verpackungen verschrieben (https://vpz.at/packnatur/). Aber auch in Straßburg machen sich die Leute gedanken zum Recyclen. So sollen PET-Flaschen bis 2025 zu mindestens 25% aus recycelten Plastik bestehen und demnächst genauer auf die Mülltrennung geachtet werden. Am besten ist es natürlich einfach Abfall zu vermeiden und auf Mehrwegsysteme zu setzen.

Wie sieht Plastikvermeidung im Betrieb aus?

Wir haben uns eine kleine Guideline mit 5 Tipps zum Plastiksparen ausgedacht:

 

1. In welchen Bereichen verwenden Sie Plastik?

Identifizieren Sie dazu wo der Kunststoffabfall bei Ihnen im Unternehmen anfällt. Nehmen Sie sich die Zeit und notieren Sie, wo immer Ihr Unternehmen Plastik verwendet. Am besten noch nach Kategorien. Handelt es sich z.B. um Verpackungen, Einwegbesteck, etc.

 

2. Welche Alternativen gibt es?

Für einige Fälle gibt es recht einfache Lösungen. Einwegbesteck kann durch normales Besteck ersetzt werden oder da wo es nicht möglich ist zumindest aus nachhaltigen Materialien bestehen. Das Unternehmen Spoontainable (www.spoontainable.com) hat z.B. einen umweltverträglichen  Eislöffel aus Fasern der Kakaobohne entwickelt.

Bei Verpackungen kann es schon mal komplexer werden. Allgemein sollte man sich fragen: Ist die Verpackung überhaupt notwendig? Es gilt - jeder noch so kleine Schritt zählt.

 

3. Wie schaut der Plastikverbrauch in Ihrer Lieferkette aus?

Arbeiten Sie eng mit Ihren Lieferanten zusammen. Lassen Sie Ihre LieferantInnen wissen, dass Sie nachhaltige Lösungen bevorzugen, die im besten Fall plastikfrei hergestellt werden. Außerdem bieten sich Mehrwegverpackungen an, sodass Einwegartikel weggelassen und Verpackungen wenn möglich wiederverwendet und recycelt werden können.

 

4. Wie können Plastikverpackungen in Ihrem Unternehmen recycelt werden?

Plastik ist manchmal einfach unvermeidbar. Wo das der Fall ist, sollte recyceltes Plastik bevorzugt werden. Um sicherzustellen, dass auch Ihre Plastikabfälle den richtigen Weg zur fachgerechten Entsorgung finden. Allgemein kann man auch mit Sensibilisierung auf Themen arbeiten. Angestellte verursachen nicht nur im Betrieb Abfall, sonder auch zu Hause. Hier kann man mit wenigen gezielten Informationskampagnen, Challenges, etc. viel bewirken.

Was beispielsweise viele nicht wissen - Tetrapacks sollen in die gelbe Plastikflaschentonne eingeworfen werden. Aber auch andere Gebrauchsgegenstände aus Plastik sollten hier ihr Ende finden. Was darf also alles in die Tonne? Hier eine Auflistung der MA48 (Wien)

  • PET-Flaschen
  • Plastikflaschen für Putz- und Waschmittel
  • Plastikflaschen für Körperpflegemittel
  • Plastikflaschen für Lebensmittel (z.B. Öl oder Essig)
  • Andere Plastikflaschen (z.B. für Kühlmittel oder destilliertes Wasser)
  • Getränkekartons (z.B. Tetrapack)

Wichtig ist, dass die Flaschen stets gut entleert sind.

Hier gibt es mehr Informationen zur richtigen Entsorgung nach Bundesland

 

5. Wo können Ihre Mitarbeitenden hausgemachte Mahlzeiten zubereiten oder aufwärmen?

Lebensmittelverpackungen tragen einen wesentlichen Teil zum Kunststoffabfall bei. Indem man Mitarbeitenden die Möglichkeit bietet, hausgemachte Mahlzeiten zu lagern und wieder aufzuwärmen, bedeutet das weniger gekaufte Mittagessen und somit weniger Plastik zum Wegwerfen.

 

 

Wie sieht der Verzicht auf Einweg-Plastik in Ihrem Unternehmen aus?

Lassen Sie uns wissen was Ihre Innovationen für eine nachhaltigere Zukunft sind und wie Sie mit Plastik in Ihrem Unternehmen umgehen. Wir sind auf der Suche nach guten Beispielen.